|

|
|
Von zwei interessanten CD-Produktionen im Anschluß
an die Feierlichkeiten zum Geburtstagsjubiläum von Wellesz ist zu
berichten, beinhalten sie nämlich zwei Werke des Meisters, die noch
nie bzw. in dieser Interpretation erst nach sehr langer Zeit wieder auf
Tonträger verfügbar sind: Zum einen gibt es endlich eine kommerzielle
Einspielung des "Festlichen Präludiums über ein byzantinisches
Magnificat für gemischten Chor und Orgel, op. 100", interpretiert
vom English
Chamber Choir, unter Guy Protheroe und mit Ian Curror an
der Orgel (die Aufnahme entstand als Beitrag des Chores zum 21. Internationalen
Byzantinistenkongress in London 2006), zum anderen ist endlich wieder
das Oktett, op. 67, in der Aufnahme des "Wiener Oktetts" auf
Kauf-Tonträger erhältlich, die Decca-LP davon, die Wellesz ganz
am Ende seines Lebens noch kennenlernen durfte, ist ja schon seit sehr
langer Zeit vergriffen. Nun hat das Label Australian
Eloquence dieses Werk zusammen mit solchen von Badings,
Britten, Hindemith und Poot wieder aufgelegt und damit diese Rarität
wieder zugänglich gemacht.
|
|

|
|
Überraschend wieder aufgetaucht ist eine verschollene
Komposition des Meister: Egon Wellesz' Aufführungsmaterial zu "Proprium
Missae, 'Laetare' für vierstimmigen gemischten Chor und Orgel, op.
71 (1953)" wurde durch einen Zufall von der Musikwissenschaftlerin
Dr. Carena Sangl im Zuge der Katalogisierung der Archivbestände des
Salzburger
Franziskanerklosters im Rahmen des RISM,
des Internationalen Quellenlexikons der Musik, entdeckt. Die Originalpartitur
dieses Werkes, das Wellesz für eine Aufführung seiner Messe
in f-moll, op. 51 am 15. März 1953 (zum Laetare-Sonntag, dem 4. Sonntag
in der Fastenzeit und zur Einweihung der neuen Orgel der Stadtpfarrkirche
in Linz) komponiert hatte, ist bisher leider definitiv verschollen. Wellesz
schenkte sie nach der Uraufführung dem "Musikarchiv der Stadt
Linz", der Dankesbrief des damaligen Linzer Bürgermeisters dazu
und der Schriftverkehr mit den Ausführenden ist in der Musiksammlung
der Österr. Nationalbibliothek vorhanden. Das "Musikarchiv der
Stadt Linz" existiert jedoch schon seit vielen Jahren nicht mehr
und es läßt sich derzeit nicht eruieren, wo alle dort gelagerten
Exponate dann schlußendlich untergekommen sind. Dieser Zufallsfund
ist insbesondere deshalb bemerkenswert, weil es sich bei dem bisher einzig
verfügbaren und in der Musiksammlung der Österr. Nationalbibliothek
unter der Signatur F 13 Wellesz 16 archivierte Notenmaterial zum Opus
71 lediglich um Skizzen und Entwürfe zu dieser Komposition handelt.
|
|

|
|
Die Konzertreihe von Peter
Keuschnig und seinem Ensemble
Kontrapunkte in der Saison 2010/11, in der das Ensemble in
jedem seiner Musikvereins-Konzerte mindestens ein Werk von Egon Wellesz
zur Aufführung brachte (18. Oktober 2010: Persisches Ballett, op.
30; 6. Dezember 2010: "Sommernacht", o.op (UA!), Ode an die
Musik, op. 92; 14. März 2011: Four Songs of Return, op. 85; 4. April
2011: Satz für Kammerorchester, o.op.), wurde am 9. Mai 2011 mit
der erfolgreichen Aufführung von Wellesz' "Suite für Violine
und Kammerorchester, op. 38" (Solist: Josef Hell) beendet. Durchwegs
positive Kritiken, darunter auch solche der renommierten österreichischen
Tageszeitung "Die Presse", begleiteten diese erstaunliche Initiative;
es ist allen Beteiligten, insbesondere dem Dirigenten und dem Veranstalter,
der Gesellschaft
der Musikfreunde Wien, sehr für dieses hoffentlich viele
Früchte tragende Eintreten für den Komponisten Egon Wellesz
zu danken!
|
|

|
|
Die Radioübertragung der vom Verein musica
reanimata organisierten Veranstaltung "Treue zu Wien:
Der Komponist und Musikforscher Egon Wellesz", die am 16. Dezember
2010 im Musikclub des Berliner Konzerthauses am Gendarmenmarkt erfolgreich
präsentiert wurde, und in der Musik von Wellesz, interpretiert durch
namhafte Berliner und Wiener Künstlerinnen und Künstler, sowie
ein Zeitzeugeninterview von Dr. Albrecht Dümling mit Dr. Bojan Bujic
mitzuerleben war, erfolgte am Abend des 22. März 2011 im Deutschlandfunk.
|
|

|
|
Die vom Egon-Wellesz-Fonds zusammen mit dem ORF
produzierte und beim deutschen Label cpo
erschienene Compact Disk mit den wichtigsten Werken für Kammerorchester
des Komponisten, interpretiert von den SolistInnen Christine
Whittlesey und Adrian
Eröd sowie dem Ensemble
Kontrapunkte unter Peter
Keuschnig hat seit ihrem Erscheinungsdatum am 5. Oktober
2010 nahezu durchgehend ausgezeichnete Rezensionen eingeheimst. Insgesamt
nicht weniger als elf Besprechungen in der nationalen und internationalen
Presse liegen vor: So bekannte Publikationen, wie Sunday
Times, Fanfare
Magazine, oder International
Record Review bedenken diese bemerkenswerte Produktion durchwegs
mit Bestnoten, auch viele Besprechungen im Internet (wie z.B. magazin.klassik.com,
klassik-heute.com,
diverdi.com)
sind positiv. Lediglich der Rezensent von Fono-Forum
kann sich mit dieser CD nicht wirklich anfreunden und vergibt nur drei
von fünf Sternen.
|
|

|
|
Nachtrag zu 2010: Genau am 125. Geburtstag des Meisters,
also am 21. 10. 2010, hörte man im Programm BR-Klassik
um 21.03 Uhr in der Reihe KlassikPlus
das Feature "Egon Wellesz. Einmal verbannt, für immer vergessen?"
(Gestaltung: Alexandra Maria Dielitz).
|
|
|
|
WELLESZ
125 |
|
Archiv:
|
|

|
|
Der Schönberg-Schüler Egon Wellesz" hieß
eine Veranstaltung am 3. Juni 2009 im Wiener Arnold
Schoenberg Center, in der Egon Wellesz' spät uraufgeführte
3. Symphonie, op. 68, in einer Fassung für Klavier solo (gespielt
von Filippo Farinelli, Gloria Damijan, Konrad Huber und Reinhard Schobesberger)
erklang. Einführende Worte sprach Prof. Dr. Hartmut Krones. Diese
Klavierfassung der "Dritten" wurde bereits am 29. April in einer
Voraufführung mit denselben Interpreten im Barocksalon des Musikverlag
Doblinger gespielt, diesmal moderiert von Hannes Heher.
|
|

|
|
Auf einer Konzertreise vom 21. bis 25. April 2009 spielten
Magarete Babinsky,
Karin Leitner
und Georg
Lehner in Rom und Catania mehrmals die Lieder aus Wien für
Bariton und Klavier, op. 82 sowie die Suite für Flöte solo,
op. 57.
|
|

|
|
Am 18. Jänner 2009 wurde dem Artis
Quartett Wien (Peter Schuhmayer, Johannes Meissl, Herbert
Kefer, Othmar Müller) einer der international wichtigsten Musikpreise,
der MIDEM Classical Award 2009 in der Sparte "First Recordings"
für die Aufnahme der Quartette 3, 4 und 6 von Egon Wellesz (Nimbus
Records) verliehen. Die Preisverleihung fand am 20. Jänner 2009 anlässlich
der größten internationalen Musikmesse MIDEM
in Cannes im Theatre Debussy statt, wo Peter Schuhmayer die Trophäe
für das Artis-Quartett in Empfang nahm. Eingereicht wurden 645 CDs
und DVDs von 127 Labels aus 23 Ländern.
|
|

|
|
Der Christ
Church Cathedral Choir, Oxford hat unter seinem Dirigenten
Stephen Darlington im Jahre 2006 eine CD mit Chormusik von Egon Wellesz
aufgenommen, die unter anderem die Messe in f-moll, op. 51, die Missa
brevis, op. 89 und ausgewählte weitere geistliche Chorwerke enthält.
Bemerkenswert ist, daß sich endlich wieder Musiker aus Oxford mit
dem umfangreichen Oeuvre von Wellesz beschäftigen. Der Komponist
hatte bekanntlich nach seinem erzwungenen Weggang aus Österreich
dankenswerterweise am Lincoln College von Oxford eine seiner Bedeutung
als Musikwissenschaftler angemessene Wirkungsmöglichkeiten erhalten.
Die CD erschien im Wellesz-Jubiläumsjahr 2010 beim englischen Label
Nimbus.
|
|

|
|
Am 13. November 2008 erklang in Graz im Rahmen eines Konzertes
der Universität für Musik und darstellende Kunst die Suite für
Violine und Kammerorchester, op. 38. Es spielte die hauseigene KUG-Sinfoniette.
|
|

|
|
Im Juni 2008 erschien die erste Compact Disk der Gesamt-Einspielung
aller Streichquartette von Egon Wellesz durch das Artis-Quartett Wien.
Diese CD, die die Streichquartette 3 (op. 25), 4 (op. 28) und 6 (op. 64)
enthält und für deren Veröffentlichung das englische Label
Nimbus Records verantwortlich zeichnet, erhielt durchwegs hervorragende
Kritiken.
|
|

|
|
"Musica
delicata. Konzerte für Leib und Seel" nennt sich
eine Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, in Kirchen und Schlössern
des südlichen Niederösterreich Veranstaltungen zu organisieren,
die ihren Erlebniswert durch die Verbindung von hohem künstlerischem
Niveau, gehobener Gastronomie und Landschaftserlebnis erreichen. Im Programm
2008 dieser Konzertreihe waren auch Werke für Violine solo, Klavier
solo sowie Klarinette und Klavier von Egon Wellesz zu hören sein,
so am 27. April 2008 im Adolf-Loos-Haus am Kreuzberg (Semmeringgebiet),
interpretiert von Joanna Madroszkiewicz und am 15. August 2008 in Kirchberg
am Wechsel, interpretiert von Paul Gulda und Andreas Schablas.
|
|

|
|
Das berühmte "Oktett, op. 67" stand am
14. April 2008 zusammen mit Werken von Brahms und Nielsen im Welser Stadttheater
im Rahmen der Welser
Abonnementkonzerte auf dem Programm. Interpretiert wurde
es von den "Wiener Kammermusikern", einem Ensemble, das sich
aus Mitgliedern der Wiener Symphoniker zusammensetzt. Wiederholungen dieses
Konzerts gab es am 22. Mai in Strasshof (NÖ) und am 18. Juli 2008
in Hard bei Bregenz (Vlbg.).
|
|

|
|
Am 19. Februar 1938, also nur wenige Tage vor dem berüchtigten
"Anschluss" Österreichs an Hitler-Deutschland, konnte Egon
Wellesz seine Komposition "Prosperos Beschwörungen. Fünf
symphonische Stücke nach Shakespeares 'The Tempest', op. 53"
in der Interpretation durch die Wiener Philharmoniker und Bruno Walter
im Wiener Musikverein das erste Mal hören. In die darauf folgende
Konzerttournee des Orchesters nach Amsterdam und Rotterdam wurden die
Stücke aufgrund des großen Erfolgs außerplanmäßig
aufgenommen und so bekam diese Musik gleichsam lebensrettende Funktion
– der nach Holland eingeladene Komponist, der sofort von den neuen
Machthabern polizeilich gesucht wurde, befand sich zum Glück außer
Landes und konnte daher nicht belangt werden. In Erinnerung an diese dramatischen
Ereignisse hat die Gesellschaft
der Musikfreunde in Wien dieses wichtige Werk wieder in den
Spielplan aufgenommen, am 30. und 31. Jänner sowie am 1. Februar
2008 brachten die Wiener Symphoniker unter dem Dirigenten Manfred Honeck
dieses Hauptwerk des Komponisten zur Aufführung bringen.
|
|

|
|
Die CD mit dem Gesamtwerk für Violine solo und für
Violine und Klavier, die die Geigerin Joana Madroszkiewicz und der Pianist
Paul Gulda in mehreren Konzerten dargeboten und für Gramola
eingespielt haben, wurde am 19.November 2007 um 18.30 Uhr im Jüdischen
Museum Wien präsentiert. Die beiden Künstler boten
Auszüge aus der CD live dar, einführende Worte dazu kamen von
Michael Haas, dem Musikkurator des Museums.
|
|

|
|
Beim "IGNM
Musikfest Wien 2007", einer einwöchigen Veranstaltung
mit 19 musikalischen Events und zwei Symposien Anfang Oktober, wurden
mehrere Werke von Egon Wellesz aufgeführt. Anlässlich 85 Jahre
"Internationale Gesellschaft für Neue Musik" wurde somit
auch einem der Gründerväter dieser Institution gedacht, so hörte
man beispielsweise die Wiederholung des IGNM-Gründungs-Konzerts,
das am 11. August 1922 in Salzburg stattfand und in dem neben Werken von
Schönberg, Hindemith und Webern auch das 4. Streichquartett, op.
28, von Wellesz auf dem Programm stand. Im Arnold Schoenberg Center spielte
aron quartett. Des weiteren wurde die kurze Pastorale, o.op. in einem
Konzert des ensembles reconsil unter dem Dirigenten Roland Freisitzer
aufgeführt, der ursprünglich ebenfalls angsetzte Satz für
Kammerorchester mußte leider aus organisatorischen Gründen
entfallen. In einem weiteren Konzert interpretierte Anna Maria Pammer
zusammen mit Johannes Marian die George-Lieder, op. 22.
|
|

|
|
Am 21. Juli 2007 spielte das Dresdner Kammerensemble im
Bad Ausseer
Kurhaus die erste Fassung der "Vier Stücke für
Streichtrio, op. 105.
|
|

|
|
Zwischen 24. und 28. Juni 2007 fanden in Berlin die ersten
Aufnahmesitzungen für eine neue Wellesz-CD statt, die das Klavierkonzert,
op. 49, und das Violinkonzert, op. 84, enthält. Die vor kurzem mit
ihrer viel beachteten Gesamtaufnahme aller Wellesz'schen Werke für
Solo-Klavier hervorgetretene Margarete
Babinsky wurde vom Deutschen Sinfonieorchester Berlin unter
Roger Epple
begleitet. Als Interpret des Violonkonzerts ist der bekannte Geiger David
Frühwirth engagiert worden. Das Projekt ist eine weitere Koproduktion
zwischen Capriccio/Delta
Music und DeutschlandRadio.
|
|

|
|
Ebenfalls im Laufe des Jahres 2007 soll die erste Compact
Disk der Gesamt-Einspielung aller Streichquartette von Wellesz durch das
Artis-Quartett
Wien erscheinen. Diese CD wird die Streichquartette 3 (op.
25), 4 (op. 28) und 6 (op. 64) enthalten. Für diese Veröffentlichung
zeichnet das Label Nimbus
verantwortlich. |
|

|
|
Der Christ
Church Cathedral Choir, Oxford hat unter seinem Dirigenten
Stephen Darlington im Jahre 2006 eine CD mit Chormusik von Egon Wellesz
aufgenommen, die unter anderem die Messe in f-moll, op. 51, die Missa brevis,
op. 89 und ausgewählte weitere geistliche Chorwerke enthält. Bemerkenswert
ist, dass sich endlich wieder Musiker aus Oxford mit dem umfangreichen Oeuvre
von Wellesz beschäftigen. Der Komponist hatte bekanntlich nach seinem
erzwungenen Weggang aus Österreich dankenswerterweise am Lincoln College
von Oxford eine seiner Bedeutung als Musikwissenschaftler angemessene Wirkungsmöglichkeiten
erhalten. Die CD soll im Jahre 2007 ebenfalls beim englischen Label Nimbus
erscheinen. |
|

|
|
Am 4. Mai 2007 erklangen in der Österreichischen
Botschaft in Washington D.C. im Rahmen des "Festival
of Song 2007" die auf Mundart-Texte H. C. Artmanns komponierten
"Lieder aus Wien, op. 82" in einer Aufführung durch Johannes
Föttinger/Tenor und Markus Vorzellner/Klavier.
|
|

|
|
Steffen Schleiermacher hat auf seiner im April 2007 beim
Label mdg
erschienenen Compact Disk mit dem aussagekräftigen Titel " Schoenberg
& Followers (Vol. 1: Vienna) neben Werken von Eisler, Gerhard, Jelinek,
Koffler, Ullmann und eben Schönberg auch die revolutionären
"Drei Skizzen für Klavier, op. 6" von Egon Wellesz aufgenommen.
|
|

|
|
Die bekannte Geigerin Joanna Madroszkiewicz, eine wichtige
Interpretin des Wellesz'schen Œuvres für Violine, spielte zusammen
mit Paul Gulda am 14. Februar 2007 im Radiokulturhaus
des ORF alle Werke des Komponisten für Violine solo sowie für
Violine und Klavier. Eine CD-Veröffentlichung dieses Programms ist
geplant.
|
|

|
|
Einem der frühen Erfolgsstücke von Egon Wellesz,
dem Arnold Schönberg gewidmeten "Persischen Ballett", op.
30 (Fassung für Kammerorchester) widmeten sich Peter Keuschnig und
sein Ensemble Kontrapunkte am 8. Jänner 2007 in einem Konzert im
Brahms-Saal des Musikvereins.
|
|

|
|
Im "Internationaal
Kunstcentrum De Singel" (Antwerpen/Belgien) stand am
18. November 2006 das 6. Streichquartett, op. 64, in der kongenialen Interpretation
durch das Artis-Quartett
Wien auf dem Programm.
|
|

|
|
Unter dem Titel "Hommage an Egon Wellesz" führten
Joanna Madroszkiewicz (Violine) und Paul Gulda (Klavier) am 1. November
2006 erstmals ihr Programm mit allen Werken des Komponisten für Violine
solo sowie für Violine und Klavier in der Synagoge
in Baden bei Wien (Zentrum für interkulturelle Begegnung)
auf.
|
|

|
|
Die im Februar und Juni 2006 in Zusammenarbeit mit dem
DeutschlandRadio
eingespielte Gesamtaufnahme aller Klavierwerke von Egon Wellesz der jungen
österreichischen Pianistin Margarete Babinsky erschien im Oktober
2006 beim Label Capriccio/Delta
Music
|
|

|
|
Am 5., 6. und 7. Oktober 2006 ermöglichte die Gesellschaft
der Musikfreunde in Wien mit der erstmaligen Aufführung
der "Hymne der Agave für Sopran und Orchester" (1931) eine
der letzten Uraufführungen eines Wellesz'schen Orchesterwerks: Der
Komponist hatte kurz nach der Premiere seiner großen Oper "Die
Bakchantinnen" einen Teil daraus für den Konzertsaal bearbeitet.
Die gelungene Interpretation durch Ildiko Raimondi, Sopran, begleitet von
die Wiener Symphonikern unter Christian Arming, wurde mit frenetischem Beifall
bedacht. |
|

|
|
Am 25. Januar 2006 dirigierte Heinrich
Schiff das frühe Erfolgsstück "Vorfrühling.
Symphonisches Stimmungsbild für großes Orchester, op. 12"
in einem Konzert des Bruckner Orchesters im Brucknerhaus
Linz. |
|

|
|
Zwei Tage später, am 19. November, interpretierte das
bekannte Stadler Quartett (und ein Gast) die "Vier Stücke für
Streichquintett, op. 109". Die Aufführung fand im Rahmen des "Musikfestes
Salzburg 2005" statt und erinnerte auch an das "1.
Kammermusikfest in Salzburg" des Jahres 1922, also an die Vorläuferveranstaltung
der unmittelbar darauf ins Leben gerufenen IGNM/ISCM (Internationale Gesellschaft
für Neue Musik), bei deren Entstehung Wellesz bekanntlich an prominenter
Stelle beteiligt war. |
|

|
|
Die Gesellschaft
der Musikfreunde in Wien gedachte am 17. November 2005 der
120. Wiederkehr des Geburtstags ihres Ehrenmitglieds Egon Wellesz. Im neuen
Gläsernen Saal des Musikvereins fand eine bemerkenswerte Multimedia-Veranstaltung
statt: Zu sehen waren zum Teil noch nie gezeigte Fernsehaufnahmen mit Egon
und Emmy Wellesz, die in den Tiefen des ORF-Archivs gefunden werden konnten.
Die musikalischen Beiträge steuerten Margarete
Babinsky (Klavier) und das Artis
Quartett. Zu hören waren das 4. Streichquartett sowie
ausgewählte Beispiele aus dem umfangreichen Klavierwerk, darunter sogar
eine Uraufführung! Darüber hinaus wurde die umfangreiche Publikation
"Die Symphonie im 20. Jahrhundert" präsentiert, in der ein
wesentlicher Beitrag dem Symphoniker Wellesz gewidmet ist. |
|

|
|
Am 15. und 16. September 2005 interpretierten Mitglieder
des Ensembles "die
reihe" im Austrian
Cultural Forum New York die "Vier Stücke für
Streichtrio, op. 105" und die "Vier Stücke für Streichquartett,
op. 103". Die Aufführung des Opus 105 war sogar die Uraufführung
der 2. Fassung, die Wellesz noch wenige Wochen vor seinem Schlaganfall fertig
stellen konnte. Drei Tage vorher, am 12. September, erklang in einer Voraufführung
für diese New Yorker Konzerte die "Suite for Clarinet solo, op.
74" in einem weiteren "reihe"-Konzert im Wiener Karajan-Center. |
|

|
|
Am 22. April 2005 fand im Musikverein
die Präsentation der CD-Gesamteinspielung aller Symphonien von Egon Wellesz
statt, die das Radiosymphonieorchester Wien
unter dem Dirigenten Gottfried Rabl in den letzten Jahre für das Label
cpo eingespielt hat. |
|

|
|
Das Gewandhaus-Oktett
interpretierte am 17. April 2005 im Leipziger Gewandhaus
das bedeutende "Oktett, op. 67". |
|

|
|
Im Musikverein
stand ein Werk von Wellesz wieder am 7. März 2005 am Programm: Das Ensemble
Kontrapunkte unter Peter Keuschnig und Christine Whittlesey
(Sopran) interpretierten die späten "Four Songs of Return, op. 85"
für Sopran und 14 Instrumente. Update: Wegen Erkrankung der Sängerin
musste das Werk abgesagt werden; eine Aufführung in einer der nächsten
Saisonen ist geplant. |
|

|
|
Ebenfalls im Zyklus "Zaterdag
Matinee" wurde am 19. Februar 2005 Wellesz' große Oper
"Die Bakchantinnen" konzertant aufgeführt. Auch hier handelte
es sich um eine Niederländische Erstaufführung, wieder fand das Konzert
im Concertgebouw
statt. Unter der Leitung von Edo de Waart spielte das Radio Filharmonisch
Orkest Holland, es sangen der Groot Omroepkoor (Chordirigent: Stephen Jackson),
die SolistInnen waren Elizabeth Byrne (Sopran), Claudia Barainsky (Sopran),
Abbie Furmansky (Sopran), Burkhard Fritz (Tenor), Henk van Heijnsbergen
(Bass), Martin Gantner (Bariton), Henk Neven (Bariton) und Gerd Grochowski
(Bass). |
|

|
|
Am 20. November 2004 fand im Zyklus "Zaterdag
Matinee", einer traditionsreichen Konzertreihe im Amsterdamer
Concertgebouw,
die Niederländische Erstaufführung des Symphonischen Stimmungsbilds "Vorfrühling"
statt. Es spielte das Nederlands Radio Symfonie Orkest unter Martyn Brabbins.
|
|

|
|
Mit einer konzertanten Aufführung seines "Persischen
Balletts, op. 30" war Egon Wellesz auch im Sommer 2005 wieder bei den
Salzburger
Festspielen vertreten. Auf dem Programm des
Konzertes am 10. August im Mozarteum standen darüber hinaus noch Werke von
Jörg Widmann, Erich Wolfgang Korngold, Anton Webern und Arnold Schönberg. |
|

|
|
Das Egon-Wellesz-Quartett Wien spielte in einem von Jeunesse musicales,
Schönberg-Center
und Jüdischem Museum
verantworteten Konzertzyklus von Februar bis November 2004 alle
Streichquartett-Kompositionen von Wellesz. Nähere Infos hier! |
|

|
|
Neue
CD: Die neueste Compact Disk mit Orchesterwerken sowie
Werken für Singstimme und Orchester von Egon Wellesz ist im Februar
2004 beim deutschen Label Capriccio
erschienen. |
|

|
|
Continental
Britons im Jüdischen Museum Wien: Am 25. Februar
2004 wurde die grosse Ausstellung des Jüdischen
Museums Wien zu Hans Gál und Egon Wellesz eröffnet. |
|

|
|
Uraufführung
des Sinfonischen Prologs "Heldensang": Nahezu
100 Jahre nach seiner Entstehung wurde am 24. März 2004 das Opus 2
des Komponisten, der Sinfonische Prolog für Orchester "Heldensang",
im Rahmen eines Begleitkonzertes zur Ausstellung "Continental Britons"
durch das Radio
Sinfonie Orchester Wien unter Gottfried Rabl uraufgeführt. |